DSI Details

Dieser Bereich des Methodenpools begleitet AnwenderInnen durch den Prozess und die mögliche Herangehensweisen von der Ideengenerierung bis hin zur Umsetzung eines nachhaltigen, digitalen und sozialen Innovationsprojekts. Die Sammlung bietet einen Einblick in die unterschiedelichen Arbeitsschritte und deren unterstützenden und nützlichen Methoden.

1. Probleme erkennen, aufzeigen und verbreiten

Alle Innovationen starten grundsätzlich mit einem zentralen Anlass aus dem sich dann eine Idee entwickelt. Häufig sind (langjährige) Erfahrungen, Erkenntnisse, Anregungen oder Ereignisse, Auslöser und Anlass dafür, dass für ein konkretes Problem wie beispielsweise Krisen, Einsparungen, ungenügende Zielerfüllung, Handlungsbedarf (durch Innovation) entsteht. Darüber hinaus unterstützen auch Impulse aus dem sozialen Umfeld wie beispielsweise der Austausch und die Vernetzung in Foren bei der Wahrnehmung von Anlässen. In der Anfangsphase werden somit Fragen aufgeworfen, die auf die Ursache der Probleme abzielen, nicht bloß die Auswirkungen. In der ersten Phase ist die Herausforderung, das richtige oftmals versteckte oder marginalisierte Problem zu identifizieren! Die unterschiedlichen einsetzbaren Methoden in dieser ersten Phase helfen dabei Strömungen wahrzunehmen, Probleme zu erkennen, aufzuzeigen und zu verbreiten.

2. Lösungen finden, entwickeln und überprüfen

Eine strukturierte Vorgehensweise ermöglicht Problemlösungen zu formulieren und Ideenfindung zu unterstützen. Bei der Ideenfindung liefern unterschiedlichste Kreativitätstechniken und Tools neue Ideen sowie Lösungswege für die Entwicklung von Innovationen. In dieser zweiten Phase ist die Herausforderung, die richtigen Fragen zu stellen, um zu den richtigen Antworten zu kommen! Ideen oder Ansätze entstehen häufig spontan durch Denkanstöße oder zufällig in einem anderen Kontext.

3. Ideen realisieren und umsetzen

Es gibt unterschiedliche Werkzeuge und physische sowie online Räume die bei der Ideenrealisierung und Umsetzung von Prototypen unterstützen. Dort können Ideen ausprobiert und Gleichgesinnte gefunden werden die bei der Entwicklung, Umsetzung und Testung der Idee mitwirken und unterstützen.

4. Prototypen testen und weiterentwickeln

In dieser Phase werden entwickelte Prototypen in der Praxis getestet. Dies kann sowohl formal, etwa in Form von Pilotprojekten geschehen, als auch durch einfaches Ausprobieren neuer Ansätze. Des Weiteren werden die Ideen weiter geformt, durch Konfliktaustragung und Iterationsprozesse gewinnen sie an Stärke. Im Zuge dieser Prozesse werden auch Erfolgskriterien formuliert.

5. Lösung bereitstellen, erhalten und absichern

Nur wenige vielversprechende Ideen schaffen es nach Pilotierung zu bestehen, da sie nicht ausreichend wirksam oder rentabel genug sind. Hat eine Idee diese Hürde überstanden, dann steht im nächsten Schritt die Entwicklung eines wirtschaftlichen Modells für die innovative Problemlösung an, welches die Zukunft sichert. Die langfristige Finanzierung mithilfe von Institutionen am sozialen Kapitalmarkt (z. B. Sozialbörsen, Nachhaltigkeitsfonds, philanthropischen Investoren/Plattformen, Crowdfunding u.a.) ist dabei ein wichtiger Aspekt, denn es müssen Budgets, Förderungen und andere Ressourcen akquiriert werden, um die Innovation weiter tragen zu können. Häufig bedeutet dies auch Ideen zu verändern, anzupassen, zu straffen oder zu vereinfachen.

6. Wachsen und verbreiten

In der zentralen Phase der Skalierung gibt es eine Reihe von Möglichkeiten und Strategien, die Innovation weiter zu treiben und zu verbreiten. Eine gute Strategie und eine Vision, wohin die Idee führen soll, sind dabei ausschlaggebend. Diese reichen von der Verbreitung über Institutionen, über Marktstrategien wie Lizensierung oder Franchising bis hin zu ungebundenen Verbreitungsformen und unterscheiden sich je nach TrägerIn. Oftmals ist es nicht einfach die passende Skalierungsstrategie zu finden, denn nicht jede Skalierungsstrategie passt auch zu jeder sozialen Innovation.